Tora Shiai 2019

 

Wie jedes Jahr zum Beginn der Osterferien startete der SVO in Bad Zwischenahn beim Tora Shiai. 249 Starter aus den verschiedenen Kampfkünsten wie Karate, Kung Fu, Kobudo, F.I.S.T., Jiu Jitsu und Taekwon-Do traten gegeneinander an.

 

Erfolgreichste Teilnehmerin des ganzen Turnieres wurde Angelina Sawodowskie, die fünfmal startete und genauso oft den Wettkampf dominierte. Sie gewann ihre Einzelausscheidungen in den freien Formen und Waffenformen. In beiden Kategorien trat sie auch im Synchronteam mit ihren Vereinskolleginnen Luna Balvert und Zoe Scheve an, die drei siegten beide Male mit großen Punktevorsprung. Auch im SV Demo Team waren Angelina und Luna dabei, zusammen mit Vivien Trzewik, Ben Mischke und Max Noffke zeigten sie eine Selbstverteidigungs-Situation. Die intensive Vorbereitung der fünf wurde mit dem ersten Platz belohnt. Ihre Vorstellung war so gelungen, dass viel Resonanz von dem Publikum und sogar von den Kampfrichtern und anderen Vereinen kam.

 

Abgerundet wurde der erfolgreiche Tag durch den zweiten Platz von Zoe Scheve mit ihrer Einzelform bei den Damen, durch die dritten Plätze von Natalie Koch und Luna Balvert in ihren Altersklassen und durch die vierten Plätze von Vivien Trzewik und Ben Mischke in ihren Kategorien.

 

Antonia Witte, Claas Hünecke, Petra Reimann-Utech und Harald Feith verpassten das Siegerpodest, schafften aber alle respektable Plätze im Mittelfeld.

 

CSF stirbt nicht aus!

 

 

 

CSF (Combat Stick Fight), eine Kampfkunst, die ursprünglich von den Philippinen stammt, drohte in den letzten Jahren in Vergessenheit zu geraten. Immer weniger Vereine und Kampfkunstschulen trainierten diese effektive Verteidigung gegen und mit traditionellen Schlag- und Klingenwaffen. Einer der letzten Senseis hier im Norden, J. Knust, motivierte Kampfkünstler verschiedener Stilrichtungen  aus dem engeren und weiteren Umfeld, diesen  Stil wiederzubeleben.  Nach einem sehr intensiven Jahr der Vorbereitung, in dem mehrfach pro Woche und oft 5-6 Stunden lang trainiert wurde, durften sich drei Teilnehmer am Samstag der Antas- ( Schwarzgurt) Prüfung stellen.

 

Andrej Sawodowskie, Sabine Scheve  und Hendrik Gerth  zeigten über  Stunden, dass sie in der Lage sind, sich gegen Messer-, Stock- und Machetenangriffe erfolgreich zur Wehr zu setzen, sogar, wenn sie selber unbewaffnet sind.

 

Die Begeisterung über diese alte, neuentdeckte Kampfkunst steckte auch andere an, inzwischen besteht eine Trainingsgruppe, die sich  jeden Dienstag  um 20:00 Uhr in der Franz-Faas Halle des SV Ofenerdiek  trifft. Neue Teilnehmer sind immer willkommen, Infos gibt es bei Sabine Scheve (015256356264).

 

Erfolgreiche Titel-Verteidigung bei der WM

 

Die diesjährige Weltmeisterschaft der IBF im All-Style Karate fand am 6.-7.  Oktober in Dalfsen in den Niederlanden statt. Hinter dieser Bezeichnung steckt eine Vielzahl an Kampfsportarten, die nach gemeinsamen Wettkampfregeln gegeneinander antreten. Mit dabei  Zoe Scheve, als einzige aus Ofenerdiek, die sich qualifizieren konnte und als Weltmeisterin von 2015 natürlich für das Nationalteam nominiert war.

 

Am ersten Tag wurden die Entscheidungen in den Formen und im Teamkampf ausgetragen. Mit ihrer Hyong (traditionelle Form aus dem Taekwon-Do) konnte sich Zoe für die Finalrunde qualifizieren. Nach einem spannenden Stechen landete sie knapp geschlagen auf dem 4. Platz.

 

Im Teamwettkampf war sie entscheidend an dem Gewinn der Silbermedaille beteiligt. Hier beendete sie alle ihre Kämpfe vorzeitig mit technischem KO. Im Finale musste das deutsche Team nach einem Gleichstand noch einen weiteren Kampf bestreiten, den die Gegnerinnen aus der Ukraine für sich entscheiden konnten.

 

Am zweiten Tag standen die Einzelkämpfe an. Auch hier entschied sie alle Vorrundenkämpfe klar für sich. Die beiden fast gleichstarken Kämpferinnen schenkten sich gegenseitig nichts, lange war das Ergebnis offen. Zoe war  zwischenzeitlich immer wieder in Führung gegangen, konnte sich aber nicht klar absetzen. Erst kurz vor Ende der Kampfzeit gelangen ihr die entscheidenden Treffer zum 6:4 Endstand.

 

Neu beim SV OFENERDIEK!

 

 

 

Combat Stick Fight

CSF ist ein Stockkampf, der seine Wurzeln auf den Philippinen hat. Trainiert wird mit Rattenstöckern, das System ist aber auch übertragbar auf Messer (Übungsmesser!) oder auch Alltagsgegenstände wie Zeitung oder Kugelschreiber, auch waffenlos ist es möglich.

 

Es sind keine Vorkenntnisse nötig und für Personen jeder Altersgruppe geeignet, da hier die Arme im Vordergrund stehen und wenige Fußtechniken ausgeführt werden. Der Einstieg ist jederzeit möglich.

 

Schnelle Schlagsequenzen  (Sinawalis) mit dem Partner sind ein großer Bestandteil dieses Systems. Auf den Philippinen wurde der Stockkampf früher verdeckt im Tanz trainiert, da die spanischen Besatzer Kampftraining verboten hatten. Ein Grund, warum wir  die Rhythmik einbeziehen und mit Musik trainieren!

 

 Außerdem wird realistische Selbstverteidigung mit und ohne Waffe, gegen bewaffnete oder unbewaffnete Gegner geübt.

 

Wie beim Kickboxen und Taekwon-Do ist es üblich, Gürtelprüfungen abzulegen. Die Etikette ist im Vergleich zu den traditionell asiatischen Kampfkünsten sehr reduziert.

 

Ansprechpartner: Sabine Scheve, 0441-8001954, sabine.scheve@web